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Wie gut kennst du deinen Markt?
Wie gut kennst du deinen Markt?

Gute Entscheidungen beginnen mit den richtigen Fragen


Starke Ideen hängen oft davon ab, wie gut du dich tatsächlich im Markt auskennst, in dem du dich mit deinem Unternehmen bewegst oder es planst. Wer seine Kunden, Mitbewerber und Marktbedingungen kennt, hat einen entscheidenden Vorteil. Gezielte Online-Recherche hilft sowohl Startups und Jungunternehmen als auch kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz, bessere Entscheidungen zu treffen, ohne das Budget zu sprengen.


Wer sein Unternehmen weiterentwickeln will oder ein neues gründet, muss viele Fragen beantworten. Im Internet finden sich heute jede Menge Informationen. Die Herausforderung besteht aber darin, die wichtigen und richtigen Informationen zu finden und daraus brauchbare Erkenntnisse abzuleiten.


Wie gut kennst du deinen Markt bereits?


Bevor du mit einer Online-Recherche beginnst, musst du wissen, welche grundlegenden Fragen du bereits beantworten kannst und welche Lücken bestehen:


  • Wer sind meine Kunden? Welche Bedürfnisse, Probleme und Erwartungen haben sie?

  • Wie stecke ich meinen Markt ab? Wo und wie gross ist der Markt, wie entwickelt er sich und welche Trends zeichnen sich ab?

  • Wer sind meine Mitbewerber, wie positionieren sie sich und wo liegen ihre Stärken und Schwächen?

  • Welche Chancen und Risiken kann ich in dem Markt erkennen und wie positioniere ich mich selbst?


Vom Suchbegriff zum verwertbaren Ergebnis


Eine professionelle Online-Recherche folgt einem klaren Vorgehen:


A) Ziel definieren:

Welche Entscheidung soll die Recherche unterstützen und was muss ich am Ende wissen, damit eine fundierte Entscheidung möglich ist?


B) Suchauftrag begrenzen:

Welche Themen, Märkte, Regionen, Mitbewerber, Zeiträume und Quellen sind relevant und welche sind für meine Zwecke nicht relevant oder nicht ausreichend fundiert?


C) Informationen einordnen:

Wie aktuell, glaubwürdig und unabhängig ist eine Quelle? Bestätigen mehrere Quellen dieselbe Aussage? Was davon sind Fakten und was sind Meinungen?


D) Erkenntnisse einordnen:

Was bedeuten die Erkenntnisse für das eigene Unternehmen und kann ich damit meine ursprüngliche Frage beantworten? Ergeben sich neue Fragen, Chancen, Risiken oder wird meine Annahme bestätigt?


E) Erkenntnisse dokumentieren:

Gerade dieser Punkt ist sehr wichtig. Wenn man die Arbeit schon gemacht hat, dann unbedingt die Erkenntnisse so dokumentieren und strukturiert festhalten, dass man sie wiederfindet und nicht vergessen, auch die Quellangaben dazu festzuhalten. Ihr glaubt gar nicht, wie oft sich hier Menschen ärgern, die das versäumt haben.


Ein konkreter Vorteil - gerade für kleine Unternehmen


Nehmen wir einen regionalen Anbieter, der ein neues Produkt einführen möchte. Statt sich auf Annahmen und bisherige Erfahrungen zu verlassen, wird das Angebot der Konkurrenz, relevante Kundengruppen, Vertriebspartner und Marktbedingungen untersucht.


Die Ergebnisse können zeigen, wie sich das eigene Angebot differenzieren lässt (eigener USP), welche Zielgruppen besonders interessant erscheinen, wo die Konkurrenz stark ist und welche Fragen vor einer Investition noch geklärt werden sollten.


Die Online-Recherche ersetzt keine unternehmerische Entscheidung. Sie schafft aber eine bessere Grundlage dafür. Und manchmal liegt der größte Nutzen nicht in der Bestätigung einer Idee, sondern darin, rechtzeitig eine bessere zu finden.


Übrigens


Online lassen sich heute einfach Listen generieren und Karten anzeigen, die deine Konkurrenz zeigen. Mit wenigen Schritten kannst du so die Webseiten der Konkurrenten prüfen. Oftmals findet man spannende Details heraus, die einem selber helfen und sieht womöglich auch, wie stark der Kalender ausgelastet ist oder welche Schwächen erkennbar sind.


Wenn man einen Schritt weitergeht, dann kann man womöglich in der Rolle als Interessent für Produkte und Dienstleistungen dort ja auch einmal anrufen und so noch mehr erfahren. Sich über ein Produkt neutral erkundigen ist absolut legitim und bringt dir womöglich wichtige Antworten. Dabei aber fair bleiben und nicht unnötig Aufwand generieren. Das möchtest du bei dir selber ja auch nicht. Und aus manchen Konkurrenten können möglicherweise auch Partner werden, wer weiss.


Gerade bei Detailhandelsgeschäften lohnt es sich übrigens, wichtige Mitbewerber auch einmal persönlich zu besuchen. Mit einem neutralen Blick lassen sich dabei wertvolle Eindrücke gewinnen:

Wie präsentieren sie ihre Waren, wie sprechen sie ihre Kundschaft an und was machen sie möglicherweise besser oder anders?


Antworten statt endlose Suchergebnisse?


Nicht jedes Unternehmen hat die Zeit oder die Ressourcen, sich durch Berichte, Websites, Statistiken und Fachpublikationen zu arbeiten. Genau dafür biete ich gezielte Online-Recherchen an. Gemeinsam definieren wir Ziel und Auftrag sowie den gewünschten Umfang. Das Resultat ist nicht einfach ein trockener Bericht, sondern eine gemeinsame Besprechung sowie eine fundierte Stellungnahme aus neutraler Optik. Außerdem lohnt sich das auch bei kleinen Budgets. Kosten und Bearbeitungszeit werden vorgängig transparent kommuniziert.


Wenn du Interesse hast, dann melde dich doch einfach unverbindlich bei mir.


Viel Erfolg bei deinen nächsten Projekten!


Herzlich,

Alexander Osterberger-Barrett

nubiz Coaching & Beratung









 
Der Wunsch ist da. Aber bin ich bereit dafür? nubiz weekly
Der Wunsch ist da. Aber bin ich bereit dafür? nubiz weekly

Hast du auch diese Gedanken: Etwas Eigenes aufbauen. Mehr Freiheit. Eigene Entscheidungen. Eine Tätigkeit, die besser zu dir passt. Oder einfach der Wunsch, eigenständig etwas umzusetzen, das schon lange in deinem Kopf herumspukt.


Aber Selbstständigkeit klingt riskant und deshalb bist du noch nicht gestartet?


Da bist du garantiert nicht alleine. Denn der Schritt in die Selbstständigkeit fühlt sich für viele erst einmal ziemlich gross an. Dabei muss der erste Schritt überhaupt nicht radikal sein.


Du musst nicht morgen deine Kündigung einreichen, dein gesamtes Erspartes investieren und ein Lokal mieten. Eine Selbstständigkeit kann auch nebenberuflich entstehen. Du kannst eine Idee testen, erste Kunden gewinnen, Erfahrungen sammeln und Schritt für Schritt herausfinden, ob daraus tatsächlich etwas Tragfähiges entstehen kann.


Aber etwas solltest du beachten: Es macht nur Sinn, wenn du dein Projekt konsequent vorantreibst und dran bleibst. Eine Geschäftsidee entwickelt sich selten von alleine. Wer ihr keinen Raum gibt, wird irgendwann feststellen, dass es nur ein schöner Gedanke war.


Vielleicht lohnt sich vor dem ersten echten Schritt ein anderer:


Die ehrliche Frage, ob und in welchem Umfang du das Zeug zur Selbstständigkeit hast.


Dabei meine ich nicht einen Persönlichkeitstest, der dir ein simples "Ja" oder "Nein" ausspuckt, sondern eine ehrliche Standortbestimmung als Grundlage für echte nächste Schritte.


Die Standortbestimmung


1) Hast du ein klares Bild von dem, was du gerne erreichen willst?


Eine Vision beginnt dort, wo du dir bildhaft vorstellen kannst, wie dein künftiges Umfeld, deine Rolle und die Tätigkeit aussieht.


Was willst du anbieten? Für wen? Warum gerade dieses Angebot? Wie möchtest du arbeiten? Welche Rolle möchtest du selbst dabei einnehmen? Und vor allem: Wie fühlt sich dieses Leben in der Vorstellung für dich an?


Napoleon Hill hat in seinem Klassiker "Think and Grow Rich" folgenden Satz geprägt: "Whatever the mind can conceive and believe, it can achieve". Jetzt kann man darüber denken, was man will, aber für mich steckt da viel Wahrheit drin.


"Alles, was der Geist sich vorstellen und woran er glauben kann, kann er auch erreichen."


Ich bin überzeugt, dass eine gesunde eigene Überzeugung absolut notwendig ist, um Kopfkino mit Happy End in die Realität umzusetzen. Ich weiss aber auch, dass es auf dem Weg einige Hürden zu überwinden gilt und dass das Resultat zwar oftmals toll, aber eigentlich fast nie dem ursprünglichen Bild im Kopf entspricht. Gut so, denn der Weg ist letztendlich meiner Meinung nach auch viel wertvoller als das (Zwischen)-Resultat.


Natürlich ist Vorstellungskraft keine Erfolgsgarantie, aber womöglich ein Teil des Erfolgsgeheimnisses.


Deshalb mach dir dein eigenes Bild möglichst konkret. Je klarer du weisst, wohin du willst, desto leichter findest du den Weg.


2) Was treibt dich wirklich an?


Was motiviert dich wirklich, selbstständig zu werden? Mehr Freiheit? Unabhängigkeit? Geld? Etwas Eigenes schaffen? Mehr Sinn? Endlich dein eigener Chef sein?


Es gibt viele gute Gründe, aber nicht jeder Grund trägt dich gleich weit!


Wer sich von heute auf morgen 100 % in die Selbstständigkeit stürzt, merkt schnell: Der Preis der Freiheit wird mit Schweiss, Verantwortung, Unsicherheit und etlichen Entscheidungen bezahlt. Wenn die Motivation hauptsächlich darin besteht, dem ungeliebten Chef oder einem stressigen Job zu entkommen, kann die Realität schnell ernüchternd werden. In diesem Fall lohnt sich wohl eher ein schrittweises Vorgehen über die Teilselbstständigkeit.


Eine starke innere Motivation kann dagegen helfen, auch schwierige Phasen und Unsicherheit durchzustehen. Die Forschung zum Unternehmertum zeigt beispielsweise einen Zusammenhang zwischen unternehmerischer Selbstwirksamkeit, Leidenschaft und der Bereitschaft, bei Rückschlägen dranzubleiben. Wer stark an die eigene Handlungsfähigkeit glaubt und eine tiefe Begeisterung für sein Tun mitbringt, lässt sich von Misserfolgen oder Krisen nicht so leicht unterkriegen, sondern bleibt hartnäckig am Ball.


Die entscheidende Frage lautet also nicht: "Will ich selbstständig sein?" Sondern: "Warum will ich es wirklich und in welchem Umfang kann ich es durchziehen?"


3) Passt deine Persönlichkeit zur Selbstständigkeit?


Du erhältst kein "richtig" oder "falsch" in einem Persönlichkeitstest, aber du solltest dich schon kennen und bereit für einen ehrlichen Blick in den Spiegel sein.


Kannst du Entscheidungen treffen, auch wenn nicht alle Informationen vorliegen? Kommst du mit Unsicherheit zurecht? Wie verdaust du Rückschläge? Bleibst du dran, wenn etwas nicht sofort funktioniert? Kannst du Kritik annehmen? Bist du flexibel genug, deine Annahmen zu prüfen und wenn nötig dem Markt anzupassen? Wo sind deine Schwächen?


Nobody is perfect und so gibt es auch nicht den perfekten Unternehmer oder die perfekte Unternehmerin. Am nächsten kommt dem Ideal die Person, die sich am besten kennt und es versteht, eigene Lücken gekonnt zu schliessen und dort Hilfe einzuforern, wo es sie braucht.


Wichtige Fragen sind:

Was deckst du wirklich selbst ab? Was kannst du lernen? Wo brauchst du Unterstützung? Was lässt sich delegieren? Welche Partner brauchst du an deiner Seite?


Denn Selbstständigkeit bedeutet nicht, alles alleine zu können, sondern verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, damit das Unternehmen funktioniert.


Auch hier kann man in einer Teilselbstständigkeit im Nebenberuf viel lernen, ohne grösste Risiken einzugehen.


4) Ist dein Umfeld bereit für deinen Weg?


Deine Selbstständigkeit betrifft kaum nur dich alleine. Vielleicht gibt es eine Partnerin oder einen Partner. Kinder. Familie. Verpflichtungen. Einen Freundeskreis. Eine Hypothek. Einen sicheren Arbeitsplatz, den man nicht einfach aufgeben möchte.


Und somit geht es nicht mehr nur um die Frage: "Kann ich das?" Sondern um: "Wie passt das in unser gemeinsames Leben?".


Eine nebenberufliche Selbstständigkeit kann eine hervorragende Möglichkeit sein, Risiken zu reduzieren und gleichzeitig Erfahrungen zu sammeln. Aber auch sie braucht Zeit. Und wenn du neben Beruf und Familie noch ein Unternehmen aufbauen möchtest, ist ein realistischer Blick auf deine verfügbaren Ressourcen und die Auswirkungen auf dein Umfeld entscheidend.


Sprich deshalb offen mit den Menschen, die dir wichtig sind.


Was bedeutet dein Vorhaben für die Beziehungen? Welche Unterstützung brauchst du? Welche Grenzen gibt es? Welche Lösung ist für alle vertretbar?


Das klingt wenig romantisch, ist aber ziemlich wichtig. Denn manchmal ist nicht das Scheitern eines Vorhabens das grösste Risiko. Manchmal sind es die Auswirkungen, die es auf dein Umfeld hat, das dir Stabilität gibt. Nicht nur finanziell, sondern vor allem auch emotional und sozial.


5) Und nun die harten Faktoren zum Schluss


So weit ging es um die richtige Einordnung für dich und dein Umfeld. Nun geht es um die Umsetzung in der Realität. Denn eine tolle Vision und grosse Motivation bezahlen noch keine Rechnungen. Und über Geld müssen wir eben auch sprechen.


In welchem Rahmen ist ein finanzielles Risiko tragbar? Wie viel Geld brauchst du für den Lebensunterhalt? Welche Reserven bestehen und ab wann brauchst du aus der Selbstständigkeit Einnahmen? Welche Investitionen sind notwendig?


Oftmals kann man eine Teilselbstständigkeit gut aus dem Einkommen aus der Anstellung quersubventionieren. Für Einzelunternehmen besteht auch die Möglichkeit für einen Bezug aus der Pensionskasse, aber hier sind natürlich die Folgen gut zu überdenken, denn es geht um deine/eure Vorsorge. Ausserdem ist dieser Weg nur möglich, wenn die Selbstständigkeit das Haupterwerbseinkommen bilden soll und somit erhöht sich das Risiko umso mehr.


Gerade in der Startphase ist Liquidität für ein neues Unternehmen oft ein kritischer Faktor. Bei Kleinunternehmen können finanzielle Engpässe besonders schnell zur Belastungsprobe werden.


Wie riskant ist der Weg und lohnt es sich, zunächst im kleinen Rahmen nebenberuflich zu starten? Wie gehe ich mit dem Risiko planerisch so um, dass es für mich und mein Umfeld vertretbar ist?


In diesem Zusammenhang stellt sich noch eine weitere entscheidende Frage! Hast du die Fähigkeiten, die der Markt fachlich verlangt und erfüllst du alle regulatorischen Bedingungen und Vorschriften, die es zur Ausführung braucht?


Neben der Kompetenz in deinem Kerngeschäft sind ausserdem zumindest gewisse Kenntnisse und Fähigkeiten in Verkauf, Marketing, Akquise, Finanzen, Organisation, Recht und je nachdem auch Führung erforderlich. Du musst nicht alles davon beherrschen, aber du solltest wissen, was dein Unternehmen braucht und welche Lücken es zu schliessen gilt.


Fazit - der erste Schritt ist kleiner, als du denkst


Vielleicht brummt dir der Schädel etwas nach dieser Lektüre. Aber du wirst vermutlich nie den Moment erreichen, in dem sämtliche Risiken ausgeschlossen werden können und alle Fragen beantwortet sind. Aber das gehört eben dazu.


Je mehr Mühe dir Unsicherheit bereitet, desto kleiner sollte dein erster Schritt sein. Aber du solltest ins Handeln kommen und Fortschritte erzielen, sonst fehlt dem Motor der Sprit im Sinne von fehlendem Fortschritt, der mit der Zeit die Motivation killt.


Das heisst, es lohnt sich mit einem gewissen Plan zu starten. Nicht, damit alles exakt so kommt, wie du es auf Papier geschrieben hast, sondern damit du vorwärts kommst und Fortschritte erzielst.


Gerade wer alleine startet, sollte sich ganz am Anfang einen Sparringpartner zur Seite holen. Die Aussensicht eines Profis, der den Gründungsweg, Finanzen, Strategien und Risiken der Selbstständigkeit kennt, kann Gold wert sein und grössere Kopfschmerzen verhindern. Vielleicht kennst du ja jemanden in deinem Umfeld und wenn nicht, dann biete ich dir sehr gerne meine Dienste an, die du ohne Risiko testen kannst.


Melde dich bei mir, wenn du deine Ideen hinsichtlich Realisierungsmöglichkeiten überprüfen lassen willst. Ich stehe dir sehr gerne zur Seite!



Herzlich,


Alexander Osterberger-Barrett

nubiz - Coaching & Beratung











 
Eigenheim ja oder nein? Das solltest du dazu wissen.
Eigenheim ja oder nein? Das solltest du dazu wissen.

Ein eigenes Zuhause. Für viele ist es einer der grössten Wünsche im Leben. Gleichzeitig ist der Kauf einer Immobilie wahrscheinlich eine der grössten finanziellen Entscheidungen überhaupt. Aufgrund der Preisentwicklung muss man sich heute fragen, ob man sich das überhaupt leisten kann und wie man es realisieren will.


Als unabhängiger Finanzierungsexperte und ehemaliger Bankberater zeige ich dir im Leitartikel, was du wissen musst.


Inhalt des Newsletters:

  • Der Traum vom Eigenheim - kann ich mir das leisten?

  • News aus der nubiz community

  • News aus der nubiz Küche

  • Events im Oktober für Gründer:innen und Jungunternehmer


DER TRAUM VOM EIGENHEIM


Wenn wir von Eigenheim sprechen, dann unterscheiden wir grob 2 Typen:


  • Das Einfamilienhaus bietet maximale Privatsphäre, Gestaltungsfreiraum und entspricht noch immer dem Schweizer Wohntraum. Allerdings wird das Angebot knapper und das Preisniveau ist heute sehr hoch.

  • Die Eigentumswohnung ist in der Regel günstiger in der Anschaffung und einige Unterhaltskosten lassen sich in der Gemeinschaft der Stockwerkeigentümer teilen, allerdings ist dadurch auch die Privatsphäre eingeschränkt, Rücksichtnahme nötig und über gewisse Themen muss gemeinschaftlich entschieden werden. Das sollte man sich gut überlegen. Aber aktuell wächst die Nachfrage nach gut erreichbaren Eigentumswohnungen in Städten und ist deshalb nicht uninteressant.


Für beide Typen gilt:

Je "normaler" der Ausbau, desto grösser der Markt und desto bestimmbarer der Preis. Je spezieller das Objekt, desto volatiler sind auch die Preisvorstellungen und der Markt dafür ist in der Regel kleiner.


Wieviel Eigenkapital brauche ich?


Als Faustregel gilt mindestens 20 %. Bei einem Kaufpreis von CHF 1'000'000.00 wären das CHF 200'000.00, sofern die finanzierende Bank den Wert der Liegenschaft bestätigt. Setzt die Bank den Wert tiefer an, dann muss der Käufer 20 % des Bankwertes (Verkehrswert/Belehnungswert) aufbringen zuzüglich die Differenz zum Kaufpreis.


Für diese Eigenmittel gibt es eine wichtige Bedingung:

Mindestens 10 % müssen aus sogenannten harten Eigenmitteln stammen. Dazu gehören Ersparnisse, kurante Wertschriftenguthaben oder Guthaben aus der Säule 3a.


Für den Rest können unter bestimmten Voraussetzungen auch PK-Guthaben (2. Säule) bezogen werden, was oftmals eine Finanzierung erst ermöglicht.


Für Notariat, Grundbuch, Handänderungssteuern, Schuldbriefe und Gebühren fallen je nach Kanton weitere Kosten an. Unbedingt Reserven einplanen.


Was bedeutet erste und zweite Hypothek?


Die Finanzierung von Wohneigentum wird in der Schweiz grundsätzlich in zwei Hypothekenteile aufgeteilt. Die erste Hypothek deckt typischerweise ca. 2/3 des Liegenschaftswertes ab. Der darüber hinausgehende Teil wird als zweite Hypothek bezeichnet und muss in der Regel innerhalb von 15 Jahren bzw. bis zur Pensionierung zurückgezahlt werden.


Das kann zum Beispiel dann so aussehen:

CHF 1'000'000 Kaufpreis (von Bank als Verkehrswert bestätigt)

CHF 200'000 Eigenmittel, wovon 50 % angespart & Rest PK

CHF 800'000 Hypothekarfinanzierung Bank (1. und 2. Hypothek)


Doch damit ist die entscheidende Frage noch nicht beantwortet:

Kann ich mir diese CHF 800'000 Hypothek langfristig leisten?


Die Bank rechnet anders als du


Die Bank kalkuliert, ob du die Kosten langfristig tragen kannst, in der sogenannten Tragbarkeitsrechnung. Dabei geht sie nicht einfach vom aktuellen Zinssatz aus, sondern kalkuliert mit Reserven einen möglichen Zinsanstieg mit ein, so dass du auch bei einer ungünstigen Zinsentwicklung weiterhin in der Lage sein solltest, deinen Verpflichtungen nachzukommen. Sie rechnet daher mit einem Zinsniveau von ca. 4.5 bis 5 %.


Dazu kommen Amortisationen und ein pauschaler Betrag für Unterhalt und Nebenkosten, häufig rund 1 % des Immobilienwertes.


Als Faustregel sollte die jährliche kalkulatorische Belastung für Zinsen, Amortisationen und Unterhalt nicht grösser sein als ca. ein Drittel des Bruttoeinkommens.


Beispiel:

Bruttoeinkommen CHF 180'000 (Ehepaar mit kumuliertem Einkommen)


Hypothek CHF 800'000, wovon 670'000 1. Hypothek und 130'000 2. Hypothek


Kosten pro Jahr:

CHF 40'000 Kalkulatorischer Zinssatz 5 %

CHF 8'670 Amortisationen (130'000 : 15 Jahre)

CHF 10'000 Kalk. Unterhalt/Nebenkosten


CHF 58'670 Total kalkulatorischer Kosten


Das entspricht 32.6 % des Bruttoeinkommens und ist somit im finanzierbaren Bereich.


Fazit

  • Eigenheim stellt hohe Anforderungen an Kapital und Einkommen

  • Je früher man mit 3. Säule zu sparen beginnt, desto besser (Tipp: Anlage der 3. Säule in Wertschriften prüfen, um langfristig höhere Rendite zu erzielen)

  • Je höher der Anteil 2. Hypothek, desto höher die Belastung infolge der zu leistenden Amortisationen (Tipp: indirekte Amortisation via 3. Säule prüfen)

  • Oftmals helfen auch Schenkungen oder Erbvorbezüge bei der Finanzierung


Ohne fremde Hilfe ist man beim Traum vom Eigenheim gut beraten, so früh wie möglich mit dem Sparen, insbesondere auch mit der 3. Säule, zu beginnen.


Bei diesem Thema tauchen oft viele individuelle und spezifische Fragen auf. Zögere nicht, mich diesbezüglich zu kontaktieren. Bei einem konkreten Vorhaben kannst du dir zudem kostenfrei eine Ersteinschätzung holen:


News aus der nubiz Community


Summita:

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News aus der nubiz Küche


Erkenntnis des Monats


Wer ein neues Business plant, das auf der Erzeugung eines eigenen Produkts basiert, der sollte so rasch wie möglich nicht nur theoretisch planen, sondern praktische Versuche starten und dabei den Markt wenn immer möglich integrieren. Je besser du dein Produkt kennst und weiterenwickelst, je mehr direktes Marktfeedback du sammelst, desto erfolgreicher verkaufst du es später.


Rückblick auf nubiz weekly Beiträge zum Nachlesen


Die Artikel beinhalten viele kostenlose Tipps und wertvolle Inputs für dich als Gründer:in oder als junges / kleines Unternehmen - jetzt nachlesen:



Events für Gründer:innen und Jungunternehmen


Das läuft im Oktober in der deutschsprachigen Schweiz:



Nun wünsche ich euch einen erfolgreichen Oktober! Ich freue mich über Kontakte und einen Austausch mit euch.


Herzlich,

Alexander Osterberger-Barrett

nubiz Coaching & Beratung


 
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